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Literaturfrühstück

Helmut Aigelsreiter
"Achtzig Jahre Sport und Bewegung"
von Uwe G. Seebacher
Samstag, 13. März 2010, 10:30 Uhr

Mit 14 Jahren musste er Schützengräben an der Front graben und mit 15 Jahren für drei Tage in den Krieg ziehen. Mit 36 Jahren war er zehnTage lang blind und sagt heute, dass diese Erfahrung für ihn sein Leben geprägt hat. „Weil keine Wohnung frei war, wurde ich Lehrer und nicht Ingeníeur“, und danach Direktor der Bundesanstalt für Leibeserziehung (BAFL) den Sport in Österreich nachhaltig prägend. Er begleitete und bildete Top-Trainer und -Athleten wie Toni Innauer (Nordisch), Sepp Zeilbauer (Zehnkampf), Reinhold Bachler (WasaLauf) oder Karl Schranz (Alpin-Schi). Er war Konditionstrainer beim ÖSV und gibt heute zu, dass „wir damals falsch trainiert“ haben. Er sieht in Sportlern wie Hermann Maier, Alexander Wurz oder Markus Rogan, die auch selbst nicht immer an vorderster Front plaziert waren, die potentiellen Nachwuchstrainer, um den österreichischen Spitzensport weiterentwickeln zu können.

Er ist heute noch der Präsident des Österreichischen Snowboard-Verbandes ohne jemals auf einem Snowboard gestanden zu haben, weil es ihm um die Sache, um Methodik und Struktur geht und hat den Sport immer als Triebfeder des Lebens erachtet. Heute predigt er Bewegungsökonomie und gesunden Sport und begeistert Menschen aller Altersstufen mit seiner noch immer hohen Beweglichkeit und Fitness.

Buchpräsentation

Robert Engele
"Damals in Graz"
Wie es früher war in der Stadt
Dienstag, 23. März 2010, 19:30 Uhr

Wissen Sie, wer die „gemainen Weiber“ von Graz waren und wo die Vogeljäger im Mittelalter ihre Fallen stellten? Wann die Mur die halbe Stadt überflutete und wo Napoleon sein Nachtquartier aufgeschlagen hat? 41 Geschichten über das alte Graz dokumentieren das Leben und Treiben in der steirischen Landeshauptstadt vom mittelalterlichen Ägydimarkt bis zu Jochen Rindt, dem „wilden Hund“ aus Graz. Seit Herbst 2008 schreibt Robert Engele Sonntag für Sonntag in der „Kleinen Zeitung“ seine Serie „Damals in Graz“. Aber er hat für alle seine Geschichten stets viel mehr Material und Bilder aus den Archiven ausgegraben, als in der Zeitung Platz finden konnten. Und weil es jammerschade wäre um die vielen unbekannten Details, Informationen, Anekdoten und Bilder, die der Öffentlichkeit verloren gegangen wären, entstand „Damals in Graz“ als Buch.

Literaturfrühstück

Philip Streit
"Jugendkult Gewalt"
Samstag, 10. April 2010, 10.30 Uhr

Die Jugend wird immer brutaler! Lehrer trauen sich nicht mehr unbewaffnet in die Klassenzimmer! 50-Jähriger von Jugendlichen grundlos zu Tode geprügelt! So oder so ähnlich lauten derzeit immer wieder Schlagzeilen der Zeitungen: Entspricht das den Tatsachen? Gibt es eine ansteigende Jugendgewalt? Und wenn ja, wie sieht die aus? Welche Faktoren sind hier von Bedeutung? Was spielt sich in den Klassen- und Wohnzimmern wirklich ab? Welchen Anteil haben die Medien? Und: Was können wir dagegen tun? Fragen, die der Psychologe, Soziologe und langjährige Leiter des Instituts für Kinder, Jugend und Familie Philip Streit in seinem Buch aufrüttelnd beantwortet.

Buchpräsentation

Christine Brunnsteiner
"Bin schon in der Leitung"
Heiteres und Kurioses aus dem Leben einer ORF-Moderatorin.
Dienstag, 4. Mai 2010, 19.30 Uhr

Drei Jahrzehnte war Christine Brunnsteiner im ORF Landesstudio Steiermark als Sendegestalterin, Referatsleiterin und allseits bekannte und beliebte Rundfunk- und später als Fernsehmoderatorin tätig. Im Rundfunk machte sie die Volksmusik-Wunschsendung zu einem Kultprogramm, das weit über die Grenzen unseres Landes hinaus gehört wurde. Mit Menschen reden, ihre Sorgen und Nöte ernst nehmen, sie aber auch mit der nötigen Portion Humor zu versorgen war der Autorin stets ein Anliegen, das vom Publikum gern angenommen wurde. Einige jener fast unglaublichen Telefonate, Begebenheiten und Kuriositäten, die oft mit dem gerade gesendeten Programm nur am Rande zu tun haben, sind hier versammelt und liebenswert aufbereitet. Christine Brunnsteiner lässt so den Leser an einem Alltag teilhaben, der trotz Stress und riesigen Arbeitspensums vor allem eines ist: wirklich unterhaltsam.

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